Hochwasserschutzprojekt Rhesi

Durch das Projekt Rhesi soll die Abflusskapazität des Rheins von 3100 m³/s auf mindestens 4300 m³/s erhöht werden. Das Projektgebiet erstreckt sich auf der Strecke der IRR von Kilometer 65 (Illmündung) bis Kilometer 91. Projektträger ist die IRR; die Gesamtleitung liegt bei der Gemeinsamen Rheinkommission (GRK). Basis der Massnahme ist das Entwicklungskonzept Alpenrhein aus dem Jahr 2005, das von der Regierungskommission Alpenrhein (IRKA) und der IRR entwickelt wurde. Darin wurden verschiedene Fachgebiete, zum Beispiel Hochwasserschutz, Grundwasser und Gewässerökologie, analysiert, und es wurde ein Massnahmenkonzept mit Handlungsempfehlungen entwickelt.

 

Durch die Massnahmen soll auch die ökologische Situation des Rheins positiv beeinflusst werden. Der zu erreichende ökologische Zustand wird in Österreich gemäss dem Wasserrechtsgesetz als „gutes ökologisches Potenzial“ definiert. In der Schweiz ergibt er sich durch das neue Gewässerschutzgesetz. Falls möglich, sollen durch die Massnahmen am Rhein attraktive Naherholungsgebiete für alle Erholungssuchenden entstehen. Die Gewährleistung der Grundwassernutzung ist eine wichtige Vorgabe für sämtliche Planungen.

 

Das Projekt baut auf einer offenen Kommunikation auf und lädt betroffene Akteure zur aktiven Mitarbeit ein. Die Baukosten für das Projekt werden grob auf 600 Millionen Franken (500 Millionen Euro) inklusive Instandhaltungskosten geschätzt. Geplanter Baubeginn ist 2021. Die Baudauer wird auf 20 Jahre geschätzt.