Rhein-Hochwasser am 16./17. Juni 2016

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Als Reaktion auf die gefallenen Niederschläge und aufgrund der bereits gesättigten Böden ist der Alpenrhein wie erwartet rasch angestiegen. Innert 12 Stunden um rund 1'700 m³/s auf 2'200 m³/s an der Station Rhein-Diepoldsau. Die Pegelstände gingen ab dem Mittag des 17. Juni 2016 zögernd zurück. Bei den Stationen Hinterrhein-Fürstenau, Rhein-Domat/Ems, Rhein-Diepoldsau sowie Rhein-Lustenau wurden Hochwasser verzeichnet, die statistisch alle 10 bis 30 Jahre vorkommen. Auch wenn die Vorländer überflutet waren, muss klar festgehalten werden, dass wir nicht mit einem Extremhochwasser konfrontiert waren.

Rhein-Hochwasser am 22./23. August 2005

Die Spitzenabflussmenge bei der Station Diepoldsau betrug am 23. August 2005 rund 2300 m³/s. Diese Wassermenge entspricht einem HQ 20, d. h. statistisch gesehen tritt ein Hochwasser in dieser Grössenordnung in Abständen von 20 Jahren auf. Bei diesem Ereignis bestand weder für die Brücken noch für die Schutzbauten eine Gefahr.

 

An den Schutzbauten sind keine Schäden aufgetreten. Seit Herbst 2005 werden die grössten Letten- und Schwemmholzablagerungen entlang der Rheinstrecke und an der Rheinmündung entfernt.

 

Zum Vergleich: 1987 betrug die Hochwassermenge bei der Station Diepoldsau 2660 m³/s, 1999 ca. 1920 m³/s.